Das vorläufige amtliche Ergebnis: SPD 45,7% CDU 15,9% Linke 8,5% FDP 7,4% Grüne 12,2% AfD 6,1% Andere 4,2% - Damit sind erstmals sechs Parteien in der Hamburger Bürgerschaft vertreten. Wahlbeteiligung auf einen neuen Tiefststand.
Die Wahlbeteiligung bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg ist nach Angaben des Statistischen Landesamts auf 56,6 Prozent und damit auf einen neuen Tiefststand gefallen. Im Jahr 2011 hatte sie noch bei 57,3 Prozent gelegen.
Endergebnis der Hamburg Wahl
Nach Auszählung aller Wahlbezirke liegt die SPD bei 45,7 Prozent. Die CDU verlor rund sechs Prozent und kommt auf 15,9 Prozent. Die Grünen erreichten 12,2 Prozent, die Linken 8,5 Prozent. Die FDP schafft mit 7,4 Prozent erstmals seit September 2013 wieder den Verbleib in einem Landesparlament. Die AfD kommt auf 6,1 Prozent und zieht zum ersten Mal in ein westdeutsches Parlament ein.
Damit sind erstmals sechs Parteien in der Hamburger Bürgerschaft vertreten. Nach Berechnungen der ARD ergibt sich folgende Sitzverteilung: SPD 58, CDU 20, Grüne 15, Linke 11, FDP 9, AfD 8. Für die absolute Mehrheit sind mindestens 61 Sitze nötig. SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz hatte bereits im Vorfeld der Wahl erklärt, sollte es nicht zur eigenen Mehrheit reichen, seien die Grünen erster Gesprächspartner.
SPD und Grüne? Oder FDP?
Scholz kündigte bereits Gespräche mit den Grünen an. "Ich habe nicht das Gefühl, dass bei den Grünen jemand Vabanque spielt und unangemessene Vorstellungen davon hat, was das Wahlergebnis ermöglicht", sagte er im ZDF. Jens Kerstan von den Grünen erwiderte, dass sich auch die SPD in Richtung der Grünen bewegen müsse. "Sonst funktioniert das nicht." Das betreffe vor allem die Umwelt-, Klima und Verkehrspolitik. Doch auch die FDP brachte sich als möglicher Gesprächspartner ins Spiel. "Wenn er anruft, werde ich den Anruf sicher entgegennehmen", verkündete Katja Suding, die Spitzenkandidatin der Liberalen.
Das Ergebnis in der Übersicht
