
"Wir sehen auch weiterhin eine gute Nachfrage nach unseren Produkten zu verbesserten Preisen und erwarten, dass alle Segmente den positiven Trend fortsetzen werden." Die direkten Folgen der Zollpolitik für die USA, wo die Verbraucher sich gerade mit Ausgaben zurückhalten, betreffen Tui nicht. "Wir sind in den USA, anders als manch anderes Unternehmen, kaum investiert. Es ist keiner unserer Kernmärkte."
Das Unternehmen sieht Ebel gut aufgestellt, ist aber nicht zufrieden mit der Börsenentwicklung. "Wir sind heute besser finanziert als vor Corona. Und der Umbau zahlt sich aus. Das Geschäft läuft." Leider zeige sich das noch nicht so sehr im Aktienkurs. "Wir arbeiten daran."
Tui legt vor allem in Europa und Südamerika zu. "Wir wachsen stark in Polen, Tschechien und Spanien. Und neuerdings auch in Süd- und Mittelamerika", sagte Ebel. "Tui verkauft jetzt auch in Brasilien Pauschalreisen an Gäste aus Rio oder Sao Paulo. Und wir sehen deutliches Wachstum in Asien." Etwa in China. "Wir konzentrieren uns erst einmal darauf, Chinesen Urlaub in China oder anderen Ländern Asiens anzubieten."
Perspektivisch interessant sind noch andere Märkte: "Australien kann ich mir auch kurzfristig vorstellen sowie Indien. Die USA als Vertriebsmarkt beobachten wir." Tui wandelt sich gerade vom europäischen Reiseveranstalter zum Plattformanbieter, der weltweit Reisen, Hotels, Tickets und Veranstaltungen verkaufen möchte.
Foto: Tui (Archiv), über dts Nachrichtenagentur