
"Wenn die Finanzindustrie meint, sie sei vorbereitet, ist das nur die halbe Wahrheit." Ab dem 14. September gelten verschärfte Sicherheitsregeln für den Einkauf im Netz. Dann müssen Onlinekunden ihre Einkäufe mit zwei Sicherheitsfaktoren autorisieren. Vor allem kleinere Händler werden es aus Sicht von Experten nicht schaffen, ihre Shops rechtzeitig zum Stichtag umzustellen. Doch selbst große Unternehmen wie Zalando leiden unter dem unkoordinierten Vorgehen. Der Modeshop hat zwar die nötige Software parat, kann sie aber nach eigenen Angaben nicht gründlich testen, weil die Banken ihre Systeme noch nicht freigeschaltet hätten. Von einem "Desaster für viele Händler" spricht Julian Grigo, Finanzexperte des Digitalverbands Bitkom: "Die Branche ist hoch alarmiert." Es fehle eine große Aufklärungskampagne für die Kunden, klagt Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte beim Handelsverband Deutschland. Der Start der neuen Sicherheitsregeln werde zu "Verwerfungen im Onlinehandel" führen, fürchtet er.
Foto: Pärchen am Computer, über dts Nachrichtenagentur