
Ziel sei es, den " Widerstand" von der Straße in die Parlamente und schließlich in die Betriebe zu tragen. Beim Autokonzern Daimler gehören nach Angaben des Gesamtbetriebsrats elf von insgesamt 755 Betriebsräten der Betriebsratsgruppe "Zentrum Automobil" an. Laut Kramer handelt sich dabei nicht nur um ein westdeutsches Problem. "Ähnliche Fälle gibt es auch in Mittel- und Ostdeutschland", sagte er. Kramer sieht Verbindungen rechter Arbeitnehmer ins rechtsextreme Spektrum. Es bestünden "mindestens personelle Überschneidungen, etwa durch Kennverhältnisse, zu rechtsextremistischen Gruppierungen und Personen", sagte er. So sei etwa der Vorsitzende von "Zentrum Automobil", Oliver Hilburger, im März 2018 mit Pegida-Chef Lutz Bachmann bei einer Demonstration der islamfeindlichen Bewegung in Dresden aufgefallen. Im November 2017 habe Hilburger auf einer Konferenz des neurechten "Compact"-Magazins, eine Rede gehalten. An der Veranstaltung hätten neben Bachmann auch AfD-Vertreter und der Chef der Identitären Bewegung, Martin Sellner, teilgenommen. Hilburger war bis 2008 Gitarrist der Neonazi-Band "Noie Werte". Von seiner rechtsextremistischen Vergangenheit habe er sich inzwischen "wenig überzeugend distanziert", so Kramer.
Foto: Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz, über dts Nachrichtenagentur