
Ende Juli hatte der baden-württembergische Sparkassenpräsident Peter Schneider davon gesprochen, dass sich "bald niemand mehr den Negativzinsen entziehen" könne. Ermrich erwartet allerdings weitere Gebührenerhöhungen. "Ich kann mir vorstellen, dass Sparkassen ihre Leistungen höher und differenzierter bepreisen", so der geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes weiter. Die Zeiten seien vorbei, in denen Sparkassen Kontokosten durch Erträge aus anderen Geschäften subventionieren konnten. Zumal der Druck auf die Erträge in den kommenden Jahren noch einmal deutlich zunehmen werde. "Die Ergebnisse der Sparkassen werden insbesondere ab dem Jahr 2022 stark zurückgehen. Dann laufen die letzten hoch verzinsten Kredite und Eigenanlagen aus", sagte Ermrich der "Welt am Sonntag". Am Freitag fiel erstmals die Rendite der 30-jährigen deutschen Staatsanleihe unter null Prozent, womit alle ausstehenden Bundesanleihen eine negative Rendite aufwiesen.
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