
"Mir wurde schon von Menschen, die mir nahestehen, vorgeworfen: Du denkst wie ein Mafioso". Dazu gehöre, dass es ihm mittlerweile schwerfalle, zu anderen Menschen Vertrauen aufzubauen. "Ich weiß, die Menschen können auch gut sein, aber ich habe zu viel mit den negativen Seiten zu tun, also sehe ich immer auf diese zuerst." Seit rund 13 Jahren hält sich Saviano unter Polizeischutz an wechselnden Orten auf, um angekündigten Mordanschlägen der Mafia auf seine Person zu entgehen. Die Androhung des italienischen Innenministers Matteo Salvini, Saviano den Polizeischutz zu entziehen, wertete der Journalist und Schriftsteller als Einschüchterungsversuch: "Ja, Salvini hat gedroht, meinen Schutz aufzuheben. Nur kann er das nicht ohne Weiteres machen. Das erfordert ein langwieriges Prozedere. Effektiv will er mir damit einfach nur sagen: `Halt`s Maul.`" Dieser Aufforderung gedenkt Saviano nach eigenen Worten nicht Folge zu leisten: "Ich lasse mich nicht einschüchtern", sagte er.
Foto: Sizilien (Italien), über dts Nachrichtenagentur