
Die Arbeitsbelastung in der Strafjustiz sei enorm hoch, so Rebehn. "Vor allem die Staatsanwaltschaften haben sich zum Nadelöhr entwickelt." Der Rechtsstaat muss durch einen Dreiklang aus mehr Personal, einer besseren technischen Ausstattung und einem vereinfachten Prozessrecht weiter gestärkt werden. Rebehn weiter: "Es ist gut, dass Bund und Länder mit dem Pakt für den Rechtsstaat gegensteuern, der 2.000 zusätzliche Stellen für Richter und Staatsanwälte verspricht." Wichtig sei auch, dass die Bundesjustizministerin jetzt eine Reform des Strafprozesses vorgelegt hat, um Verfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 2018 mit 4,9 Millionen Ermittlungsverfahren rund 81.000 mehr als im Vorjahr. Aber rund die Hälfte davon wurden eingestellt.
Foto: Das Strafgesetzbuch in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur