
Das Gericht blieb mit dem Urteil leicht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren plädiert hatte. Der Syrer war wegen gemeinschaftlichen Totschlags sowie versuchten gemeinschaftlichen Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Ein weiterer Tatverdächtiger, ein noch flüchtiger Iraker, ist weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Ende August 2018 war der 35-jährige Daniel H. auf einem Chemnitzer Stadtfest mit einem Messer getötet worden. Ein weiterer Mann war mit Messerstichen verletzt worden. In den Wochen nach der Tat war es in Chemnitz und in weiteren Städten zu teilweise rechten Protesten und Ausschreitungen gekommen. Der Fall hatte sowohl national als auch international Aufsehen erregt sowie eine angeheizte politische Debatte ausgelöst.
Foto: Tatort in Chemnitz, über dts Nachrichtenagentur