
Was man bei der G7 sehen könne seien Spaltungen und Meinungsverschiedenheiten. "Man kriegt noch nicht mal mehr ein Kommuniqué zusammen. In der Lage macht es doppelt keinen Sinn, Russland dazuzunehmen", sagte Röttgen. Auf die Frage, was den sogenannten Westen noch zusammenhalte, antwortete er: "Unser Wille zur Selbstbehauptung. Wir haben eine so fragmentierte, gefährliche Welt, wo wir eine Minderheit sind, der Westen, was unsere Werte anbelangt, unsere Prinzipien, Demokratie, Rechtsstaat, Freiheit, aber auch unsere Zahlen." Zahlenmäßig sei man eine Minderheit. "Wir schließen uns zusammen, bleiben stark, werden gestaltend sein, oder wir fallen auseinander und andere werden das Ruder übernehmen. Das ist das Kernmotiv", so der CDU-Außenpolitiker weiter. Zudem warnte er auch vor einer russisch-chinesischen Allianz: "Das ist etwas, was alle, die dort versammelt sind, nicht ruhig sein lassen kann und ein starkes Signal dafür ist, dass hier ein machtpolitisches Vakuum durch den Westen selber entsteht, das durch diese neue Allianz wahrgenommen wird gegen unsere Interessen. Das sollte mindestens ein Thema sein, wo man auch gemeinsame Sprache und Politik findet", sagte Röttgen dem Deutschlandfunk.
Foto: Norbert Röttgen, über dts Nachrichtenagentur