
Entscheider an den Auslandsvertretungen oder auch im Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten seien dafür extra geschult. "Wir sind große Schritte in den letzten Monaten gegangen in Sachen Visa-Digitalisierung", fügte er hinzu. Das bringe auch einen Sicherheitsvorteil, weil mehr Zeit für Prüfungen verfügbar sei.
Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass es vermeintlichen Fachkräften aus Drittstaaten offenbar zunehmend gelinge, sich Arbeitsvisa für Deutschland zu erschleichen. Laut einer internen Warnung der Bundespolizei registrierte die Behörde demnach immer mehr Fälle, in denen sich Migranten an deutschen Botschaften und Konsulaten mit gefälschten Dokumenten erfolgreich um Visa im Rahmen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes bemüht haben.
Wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam dem "Spiegel" mitteilte, seien von den Erschleichungen vor allem Auslandsvertretungen in Nord- und Ostafrika sowie in Asien betroffen. Angaben zu Fallzahlen seien nicht möglich, da das Phänomen statistisch nicht erfasst werde.
Foto: Schild einer deutschen Botschaft im Ausland (Archiv), über dts Nachrichtenagentur